ADHS ist eine der erblichsten Storungen der Psychiatrie (etwa 70-80%). Doch es gibt kein einzelnes "ADHS-Gen": ADHS ist polygen — hunderte kleine Varianten wirken zusammen, die meisten beeinflussen, wie das Gehirn Dopamin nutzt.
Die wichtigsten Gene
DRD4 (Dopaminrezeptor D4): die bekannte 7-Repeat-Variante ist mit ADHS-Merkmalen assoziiert. DRD2/ANKK1: beeinflusst Dopamin-Signalisierung und Belohnung. DAT1/SLC6A3 (Dopamintransporter): wirkt auf exekutive Funktionen. COMT (rs4680): bestimmt, wie schnell Dopamin abgebaut wird. TPH2 u. a. tragen ebenfalls bei — ADHS ist polygen, kein einzelnes Gen entscheidet (Faraone et al., 2021).
Erkennen 23andMe oder AncestryDNA diese Gene?
Teilweise. SNP-Chips enthalten einige ADHS-relevante SNPs (z. B. COMT rs4680, ANKK1/DRD2 rs1800497). Aber die beruhmten Varianten DRD4-7-Repeat und DAT1-40bp-Repeat sind Wiederholungspolymorphismen (VNTR), die SNP-Chips meist NICHT genotypisieren.
Hier prufen?
Ja — fur die in Ihrer Datei vorhandenen Marker. Unser Kostenloser DNA-Neuro-Analyzer liest Ihre Rohdaten und sucht u. a. COMT (rs4680), DRD2/ANKK1 (rs1800497), einen DRD4-SNP (rs1800955) und SLC6A3-Marker. Kombinieren Sie es mit unserem kostenlosen ADHS-Test (ASRS-v1.1).
Quellen: Tovo-Rodrigues (2013); Mariggio (2021); Hasler (2015); Faraone (2021). Genetische Varianten sind nur Risikoindikatoren — keine Diagnose.