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Was ist chronische Prokrastination?
Chronische Prokrastination ist weit mehr als eine schlechte Angewohnheit: Sie ist oft ein Symptom einer Schwierigkeit bei der Emotionsregulation oder eines Defizits exekutiver Funktionen. Man unterscheidet passive Prokrastination (Unfähigkeit, Aufgaben zu beginnen) und aktive Prokrastination (bewusste Entscheidung, aufzuschieben, um unter Druck zu arbeiten). Chronische Prokrastination ist stark mit ADHS, Angst, Depression und der Angst vor Versagen oder Verurteilung verbunden. Sie erzeugt einen Teufelskreis: Vermeidung, Schuldgefühl, Angst und verstärkte Vermeidung.
Arten und Ursachen der Prokrastination
Zu den häufigsten Ursachen chronischer Prokrastination gehören: Defizite exekutiver Funktionen (ADHS), Perfektionismus (Angst, nicht zu genügen), Leistungsangst, geringe Frustrationstoleranz, wenig anregende oder überwältigende Aufgaben und fehlender Sinn oder fehlende intrinsische Motivation. Die mit ADHS verbundene Prokrastination ist besonders eigen: Sie ist kein Mangel an Willenskraft, sondern eine neurologische Schwierigkeit, Aufgaben ohne Dringlichkeit oder unmittelbares Interesse zu beginnen.
Über die GPS
Dieser Test verwendet die General Procrastination Scale (GPS), entwickelt von Lay (1986) und weit verbreitet in der Motivations- und Verhaltenspsychologie. Sie bewertet die allgemeine Neigung, wichtige Aufgaben des Alltags und des Berufs aufzuschieben, unabhängig vom Bereich. Sie unterscheidet sich von bereichsspezifischen Skalen (akademische, berufliche Prokrastination), indem sie ein allgemeines dispositionelles Merkmal misst.