Du setzt dich an eine Aufgabe, du willst sie wirklich erledigen, und nichts passiert. Du scrollst, erstarrst, fühlst dich schuldig, und je mehr du drückst, desto fester steckst du. Das ist ADHS-Paralyse, keine Faulheit und kein Mangel an Willen. Es ist exekutive Dysfunktion: ein Kurzschluss zwischen Absicht und Handlung.
Drei häufige Formen
Aufgaben-Paralyse: du kannst nicht anfangen. Wahl-Paralyse: zu viele Optionen lassen dich erstarren. Überlastungs-Shutdown: zu viel auf einmal, das Gehirn geht offline.
Warum das ADHS-Gehirn erstarrt
Exekutive Funktionen laufen über dopamingesteuerte Signale von Interesse und Dringlichkeit. Bei langweiligen, vagen oder riesigen Aufgaben erzeugt das ADHS-Gehirn das "Los"-Signal nur schwer, egal wie wichtig es dir ist. Der Wille ist echt, nur die Startmaschinerie greift nicht.
Was hilft
Verkleinere den ersten Schritt, bis er fast albern wirkt. Probiere Body Doubling, schreibe alle Aufgaben aus dem Kopf auf Papier, reduziere Optionen, nutze einen Timer und bewege dich kurz, um Dopamin zu heben. Es ist keine Faulheit, du kümmerst dich sogar zu sehr.
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Quellen: Barkley, exekutive Funktionen und Selbstregulation bei ADHS. | ASRS-v1.1 (WHO). Nur Bildung - keine Diagnose.