Wenn sie Halluzinationen erlebt, verspürt die Künstlerin Sue Morgan den dringenden Drang zu zeichnen, um die Bilder aus ihrem Kopf herauszubekommen. Bei Sue wurde vor etwa zwanzig Jahren Schizophrenie diagnostiziert. Zeichnen ist therapeutisch, aber auch ihre Art, die komplexe und manchmal beängstigende Welt in ihrem Inneren auszudrücken.
In diesem von Nature produzierten Kurzfilm trifft Sue Dr. Sukhi Shergill, Kliniker und Forscher am Institute of Psychiatry in London, der mit MRT in die Gehirne von Menschen mit Schizophrenie blickt. Zwei Arten, Bilder derselben Erfahrung zu machen.
Was ist Schizophrenie?
Schizophrenie ist eine chronische psychische Erkrankung, die Denken, Fühlen und Wahrnehmung der Realität beeinflusst. Sie kann sich durch Halluzinationen (oft akustische), Wahnvorstellungen, Denkstörungen und nachlassende Motivation oder soziale Bindung äußern. Sie ist keine multiple Persönlichkeit, und die meisten Betroffenen sind nicht gewalttätig: Mit Behandlung führen viele ein erfülltes und kreatives Leben, wie Sue Morgan zeigt.
Screening ist keine Diagnose
Nur eine qualifizierte Fachperson, in der Regel ein Psychiater, kann Schizophrenie diagnostizieren. Online-Tools können das nicht. Validierte Fragebögen wie der SPQ (Schizotypal Personality Questionnaire) können jedoch helfen, über schizotypische Merkmale (ungewöhnliche Wahrnehmungen, magisches Denken, soziale Angst) nachzudenken und zu entscheiden, ob ein Gespräch mit einer Fachperson sinnvoll ist.
Erleben Sie ungewöhnliche Wahrnehmungserfahrungen?
Der PQ-16 (Prodromal Questionnaire-16) ist das validierte Standardinstrument für das frühe Psychose-Screening. Er stellt keine Diagnose, kann aber helfen zu entscheiden, ob ein Gespräch mit einer Fachperson sinnvoll ist. Bei 6 oder mehr bejahten Items wird eine klinische Abklärung empfohlen.
Den kostenlosen PQ-16 Test machen →In einer Krise wenden Sie sich sofort an den Notdienst oder eine örtliche Krisenhotline.
Video: Nature Video.